Sommersemester 2016

Seminar: Kulturwissenschaftliche Mobilitätsforschung. Grundlagentexte und aktuelle Forschungsansätze

Leitung: Annegret Pelz (Institut für Germanistik), Alexandra Ganser (Institut für Anglistik und Amerikanistik)

Unser fächerübergreifendes Seminar reagiert auf den gesteigerten Bedarf im Bereich der interdisziplinären Mobilitätsforschung in der Kulturwissenschaft und schließt an den gesellschaftlich-kulturellen und wissenschaftlichen Strukturwandel hinsichtlich Mobilisierung und Immobilisierung der letzten Jahrzehnte an.
Im Seminar werden Grundlagentexte und aktuelle Ansätze zur Erforschung von Phänomenen und Bedingungen von Mobilität in interdisziplinären Zusammenhängen und unter kulturwissenschaftlichen Voraussetzungen erarbeitet. Wir fragen nach der Genese unterschiedlicher Forschungskonzepte, ihren künftigen Möglichkeiten und ihrer Perspektive auf kulturelle Praktiken in Bewegung. Uns interessieren die Relationen von Mobilität und Medialität, die Wechselbeziehung von Mobilität und Stasis/Immobilisierung und von Momenten und Gegenmomenten von Mobilität, und wir gehen davon aus, dass 'die Mobilitätsforschung' generell nicht den Anspruch erhebt, eine Disziplin zu begründen: Es braucht disziplinübergreifende Ansätze, die sich in einem interdisziplinären Dialog ansiedeln, was jeweils auch eine Öffnung eigener disziplinärer Zugänge bewirkt, so dass gezeigt werden kann, auf welch unterschiedliche Art und Weise (Im)Mobilitätskonzepte für die einzelnen Disziplinen Erkenntnisgewinn produzieren.D.h. wir wollen in dem Seminar diskutieren, wie das "new mobilities paradigm" (John Urry) die Fächer, die sich darauf beziehen, von innen heraus verändert, und wie dieses auf das eigene Fach zurückwirken kann. Was das Seminar leisten soll, ist zu zeigen, wie Mobilitätsforschung auch die Selbstreflexionen der eigenen Fächergrenzen herausfordert.

Masterseminar: Berlin - Warschau - Wien. Großstadt und Raumtransfer (1900-1950)

Leiterin: Annegret Pelz (Institut für Germanistik)

Mit den Modernisierungs- und Urbanisierungsprozessen des späten 19. Jahrhunderts geht die Entstehung einer Großstadtliteratur einher, deren Höhepunkte (v.a. um 1900 und in der Zwischenkriegszeit) im Zentrum des Seminars stehen.

Thematisiert wird die Literarisierung dreier sehr unterschiedlicher europäischer Großstädte und ihrer jeweiligen soziokulturellen Transformationen. Mit Berlin steht ein Metropole des frühen 20. Jh.s im Fokus, deren Tempo und Simultaneität vielfach zum Gegenstand literarischer Wahrnehmung und Stilisierung werden (durch V. Baum, A. Döblin, W. Benjamin, G. Tergit u.v.a.).Die zeitgenössische Wien-Literatur (J. Roth, K. Kraus, A. Loos, Ödön von Horváth) ist sowohl durch die vergangenheitsbezogene Verlustgeschichte politischer Größe als auch durch Psychoanalyse und Innenschau geprägt, als deren Schauplatz die Großstadt fungiert.Mit Warschau kommt ein großstädtischer Raum ins Spiel, dessen kulturgeschichtliche Bedeutung einerseits und politische Umkämpftheit andererseits seine Literarisierung bestimmen, was sich beispielsweise anhand des Warschauer Ghetto-Aufstands untersuchen lässt (u.a. mit A. Czerniakows und W. Szpilmans Erinnerungen, Y. Katzenelsons Gesang).Das Seminar wird parallel an den Germanistischen Instituten der Universitäten Berlin, Warschau und Wien durchgeführt (im Rahmen eines Projekts des CENTRAL-Netzwerks).

Schwerpunktvorlesung: Mobilität, Grenzen, Transnationalisierung: Konzepte und Debatten

Leiterin: Petra Dannecker (Institut für Internationale Entwicklung)

Im Mittelgrund dieser Vorlesung stehen unterschiedliche Konzeptualisierungen von Mobilität/Mobilitäten. Dabei wollen wir uns mit der Mobilität von Subjekten, Bildern, kulturellen Praktiken und Objekten beschäftigen aber auch den Aushandlungen und neuen Grenzziehungsprozessen, der Prokuktion und Reproduktion von Identitäten, neuen Institutionen und Organisationen, die diese Prozesse begleiten. Die Vorträge werden einen Überblick geben über die aktuell wichtigsten Ansätze, Debatten, Konzepte und Methoden der disziplinären aber auch der transdisziplinären Forschung zu Mobilität im weitesten Sinne. Anhand Gastvorträgen aus unterschiedlichen Disziplinen zu den jeweils eigenen Forschungsvorhaben sollen im Rahmen diese Vorlesung Konzepte und Vorstellungen von Mobilität, Grenzen und Transnationalisierungsprozesse besprochen werden.

Wintersemester 2016

Wintersemester 2016

Ringvorlesung: Mobilität und Medialität

Veranstalterin und Moderatorin: Annegret Pelz (Institut für Germanistik) Mit: Birgit Englert, Franz Eybl, Alexandra Ganser, Roman Kabelik, Edith Anna Kunz, Anna Lipphardt, Babara Maly-Bowie, Arndt Niebisch, Chris Tedjasukmana, Marianne Windsperger, Antje Wischmann. 

Programm:
11.10. Annegret Pelz (Germanistik, Universität Wien): "Alle Bewegung Illusion". R.W.Fassbinders Welt am Draht zwischen Welttheater und Weltsimulation
18.10. Arndt Niebisch (Germanistik, Universität Wien): Jules Vernes Weltverkehr
25.10. Franz Eybl (Germanistik, Universität Wien):Volit subito: Mozart nud sein Briefpapier
8.11. Roman Kabelik (DOC-team ÖAW, Germanistik, Universität Wien): Rhythmus und Repräsentation: Zum Verhältnis von Mobilität und Medialität in der erzählenden Literatur
15.11. Barbara Maly-Bowie (DOC-team ÖAW, Anglistik, Universität Wien): "Ab nach Balkonien": Zum Verhältnis von Mobilität und Medialität bei Netflix
22.11. Birgit Englert (Afrikawissenschaften, Universität Wien): Transnationalität, Translokalität, Diaspora - Gedanken zu verschiedenen Ausprägungen von Mobilität anhand popkultureller Praktiken
29.11. Edith Anna Kunz (Neuere Deutsche Literatur, Universität Lausanne): Verstellungen: Kafkas Mobiliar
Moderation: Franz Eybl
6.12. Chris Tedjasukmama (Medientheorien, Kunstuniversität Linz/IFK): Bilder in Bewegung, Bewegungen im Bild: Die mobilen Medien des Videoaktivismus 2.0
13.12. Marianne Windsperger (Germanistik, Universität Wien): Locating the book - Die Schreibtradition der Sammelbücher in der Gegenwartsliteratur
10.1. Antje Wischmann (Skandinavistik, Universität Wien): Orte - Wege - Karten
17.1. Anna Lipphardt (Kulturwissenschaften, FG Cultures of Mobility in Europe, Universität Freiburg): Mediale Inszenierung des Nomaden in Kunst, Tourismus und Kulturindustrie
24.1. Alexandra Ganser (Amerikanistik, Universität Wien): Weltraumimaginationen im Hollywoodfilm: "Interstellar" und "The Martian"

Seminar: Auswanderung als literarisches Thema im 19. Jahrhundert

Leiterin: Annegret Pelz (Institut für Germanistik)

Im 19. Jahrhundert erlebte Deutschland große Auswanderungswellen v.a. nach Nord- und Südamerika, die politisch, religiös oder wirtschaftlich motiviert waren und in der Literatur auf vielfache Weise thematisiert wurden. Darin sind Topoi präsent, die, z.T. bis heute, die Diskurse um Aus/Einwanderung prägen - Europamüdigkeit, Amerikafaszination, Fremde, Schiffspassage, Identitätspapiere, Neuanfang, usw. - und die im Seminar erarbeitet werden sollen: anhand von Texten von Goethe, Heine, Freiligrath, Gerstäcker, Sealsfield, Keller, Talvj, Raabe u.a. bis hin zu Kafkas Der Verschollene.
Das Seminar wird parallel an den Germanistischen Instituten der Universitäten Warschau und Wien durchgeführt (im Rahmen eines Projekts des CENTRAL-Netzwerks)

Seminar: "Afrika" in Bewegung - Debatten rund um "Mobilität", "Transnationalität" und "Diaspora"

Leiterin: Birgit Englert (Institut für Afrikawissenschaften)

Ziel des Seminars ist das eigenständige Erarbeiten einer Fragestellung und deren Ausarbeitung sowie das Üben von Diskussions- und Feedbackkultur auf fortgeschrittenem Niveau.
In diesem Seminar liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf Debatten rund um ‘Mobilität’, ‘Transnationalität’ und ‘Diaspora’. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit sozialwissenschaftlicher Literatur zu den genannten Themenfeldern, deren historische Dimension jedoch ebenfalls im Blickfeld ist. Zum einen werden wir Texte lesen in denen die drei im Titel genannten Konzepte allgemeiner betrachtet werden, zum anderen werden wir uns mit Fallstudien beschäftigen in denen diese Konzepte auf Fragestellungen aus den Afrikawissenschaften angewandt werden.
Die eigene Arbeit soll auf zumindest eines der drei Konzepte Bezug nehmen und kann entweder eine theoretische Auseinandersetzung damit auf Grundlage der bestehenden Literatur sein oder aber eine Fragestellung mit einem konkreten thematischen und geographischen und/oder historischen Fokus behandeln. Begleitend werden im Seminar methodische Ansätze zur Erarbeitung von sozial- bzw. kulturwissenschaftlichen Fragestellungen diskutiert.
Das Seminar ist folgendermaßen aufgebaut: in den ersten Einheiten liegt der Fokus auf dem Lesen und Diskutieren von Fachliteratur, in den folgenden Einheiten werden die von den Studierenden erarbeiteten Konzeptpapiere präsentiert und diskutiert und in den Einheiten im Jänner stellen die Studierenden ihre Fortschritte an der Arbeit (‘work-in-progress’) vor und erhalten weiteres Feedback von den anderen Studierenden und der LV-Leitung, das die Fertigstellung der Arbeit erleichtern soll.

Seminar: Ansätze zu und Perspektiven auf 'ethnische' Ökonomie und migrantisches Unternehmertum

Leiterin: Petra Dannecker (Institut für Internationale Entwicklung), Alev Cakir (Institut für Politikwissenschaft), Alexandra Heis (Institut für Internationale Entwicklung)

Ziel des Seminars ist einen Überblick über die Ansätze und Zugänge zum sogenannten Themenfeld der 'ethnischen Ökonomie' und des 'migrantischen Unternehmertums' zu vermitteln. Diskutiert und kritisch reflektiert werden einerseits die dominanten Kategorien und Grundannahmen, anderseits aber auch die Vorstellungen und Zuschreibungen von Institutionen und Organisationen an die sogenannten 'migrantischen' Unternehmer, vor allem aber auch Unternehmerinnen. Des weiteren werden wir uns anhand von empirischen Studien mit den methodologischen und methodischen Herausforderungen auseinandersetzen.

Vorlesung: Outlaws, Rebels, Misfits: Cultures of Deviance

Leiterin: Alexandra Ganser (Institut für Anglistik und Amerikanistik)

This lecture course in cultural studies brings together scholars from 6 countries and disciplines as varied as cultural studies, literary studies, history, linguistics, anthropology, and Oriental studies. Together, we will examine theoretizations and representations of outlaws, rebels, and misfits in Anglophone literature and culture. One focus will be the Caribbean and a hemispheric American Studies approach that links hispanophone and anglophone regions.
Students will learn about pirates, runaway slaves, western heroes, Native American detectives, superheroes from comics, and Fight Clubbers.
The term "Outlaw" and/or "Rebel" and/or "Misfit" will be broadly interpreted, but also specifically defined in each lecture, e.g. with regard to its relation to "traditionally“ oppressed and marginalized social/ethnic/religious groups and their agency in terms of resistance (both politically and economically). The main question to be debated during the entire lecture cycle is the usefulness of these terms and possible definitions on the one hand, and the connection between stigmatization and the cultural construction of Otherness (e.g. xenophobia, anti-judaism, anti-islamic discourse, racism, (hetero)sexism, demonization, criminalization) on the other - and how cultural texts, media and society deal with so-called Outlaws.

Hence, the course is multi- and interdisciplinarily oriented and spans epochs from the early modern era to the contemporary period, with one focus on colonial and postcolonial contexts. Based on individual case studies, regional comparisons will be enabled.

Sommersemester 2016

Ringvorlesung: Localizing Yiddish Language and Literature - Funktionsweisen des Jiddischen in diversen Räumen, Sprachen und Kontexten

Konzeption: Matthias Meyer, Annegret Pelz, Marianne Windsperger (alle Institut für Germanistik)

Die Ringvorlesung am Institut für Germanistik bietet den Studierenden der Deutschen Philologie (NdL, ÄdL, Sprachwissenschaft), Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Osteuropäischen Geschichte, Vergleichenden Literaturwissenschaft und Judaistik sowie Interessierten einen Einblick in wichtige Positionen und Forschungsfelder der jiddischen Sprach-, Literatur- und Kulturgeschichte. Eingebettet in die Ringvorlesung ist der Fakultätsvortrag der Philologischen Fakultät von Vivian Liska über Kafka, das Jiddische und die Literatur.

Programm:
8.3. Allgemeine Einführung
15.3. Marion Aptroot (Jüdische Studien, Heinrich Heine Universität Düsseldorf): Jiddische Bücher in der frühen Neuzeit
5.4. Marianne Windsperger (Germanistik, Universität Wien): Postphänomene des Jiddischen in der Gegenwartsliteratur
12.4. Astrid Lembke (Deutsche und Niederländische Philologie, Freie Universität Berlin): Die Rache der Wölfe. Verwandlungserzählungen in vormoderner französischer und jiddischer Literatur
19.4. Benjy Fox-Rosen (Musiker, Komponist): Oy, mayne libe besarabiye: Yiddish Songs in Bessarabia from the Early 20th Century to the Present in Four Portraits
26.4. Gerhard Langer (Judaistik, Universität Wien): Jiddische Midrasch-Texte: Zwischen Bewahrung und Erneuerung
3.5. Martin Przybilski (Germanistik, Universität Trier): Überlegungen zum jüdisch-christlichen Literaturraum in Mittelalter und Früher Neuzeit
10.5. Börries Kuzmany (Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften): Jiddisch in der Sowjetunion
24.5. Brigitte Dalinger (Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien): "das unkünstlerischste Theater der Welt ... die wahrste Kunst der Welt": Jiddisches Theater zwischen Trivialität und Kunstanspruch
31.5. Gabriele Kohlbauer-Fritz (Jüdisches Museum Wien): Das Wienbild in der jiddischen Literatur
7.6. Olaf Terpitz (Doktoratskolleg Galizien, Universität Wien): Zeitzeugenschaft und Genre-Transgression. Der Erste Weltkrieg in S. Anskis "togbukh fun khurbm" (1921-23)
14.6. Jeffrey Shandler (Jewish Studies, Rutgers University New Jersey): Speaking of the Past: Yiddish in Video Interviews with Holocaust Survivors
17. Philologisch-Kulturwissenschaftlicher Fakultätsvortrag:
--- RAUM: BIG II, Eingang Audimax, Hauptgebäude der Universität Wien---
21.6. Vivian Liska (Universität Antwerpen, The Hebrew University): "Sie dürfen näher." Kafka, Jiddisch und die Literatur

Masterseminar: Portable Media - Medienästhetische, technische und kulturhistorische Aspekte

Leitung: Annegret Pelz (Institut für Germanistik)

Das SE Masterseminar dient der Entwicklung theoretischer und methodischer Kompetenzen. Selbständiges wissenschaftliches Arbeiten und adäquate Präsentation der Ergebnisse (schriftlich und mündlich) stehen im Vordergrund. Inhaltlich schaltet sich das Seminar ein in die laufende kultur- und medienwissenschaftliche Debatte über Mediennutzung in Bewegung durch immer handlicher werdende, am Körper getragene Kleingeräte (polyfunktionelles Smartphone, Reiseschreibmaschine, Diktiergerät, Tonband, Sofortbildkamera). Die Frage wird sein, wie sich das aus dem neuen Mediengebrauch hervorgehende Verhältnis zum Raum, zu Standorten und zu jenen Localities bestimmen lässt, die erst aus Praktiken der Bezeichnung hervorgehen. Und welche mobilen Schreibszenen- und Praktiken der Mediengebrauch im Transit hervorbringt. In Teil I des MA-Seminars werden Texte gelesen und diskutiert, die den Wandel der Verortung, Navitation, Konnektivität und neuer räumlicher Relationen aus medien- und kulturwissenschaftlicher Sicht beschreiben. Teil II ist exemplarischen Lektüren gewidmet. Integriert in das Seminar sind Vorträge von Portable Media - Forscherinnen und Forschern. Mit anschließendem Workshop.

Vorlesung: Kulturgeschichte des euro-atlantischen Raumes im globalen Kontext

Leiterin: Kirsten Rüther (Institut für Afrikawissenschaften)

Vortragende: Monika Lehner (Institut für Geschichte), Thomas Fröschl (Institut für Geschichte), Georg Lehner (Institut für Geschichte), Meta Niederkorn (Institut für Geschichte), Mihailo Popovic (Institut für Osteuropäische Geschichte(Historische Theologie/Byzantinistik und Neogräzistik), Wolfgang Schmale (Insitut für Geschichte), Marija Wakounig (Institut für Osteuropäische Geschichte)

Seminar: Städte im Fokus

Leiterin: Kirsten Rüther (Institut für Afrikawissenschaften)

Noch Mitte der 1980er Jahre galt Stadtforschung in Bezug auf Afrika als besonders erklärungsbedürftig. Das hat sich mit der enormen Urbanisierung auf dem afrikanischen Kontinent radikal geändert. Stadtforschung zählt heute zu den besonders florierenden Arbeitsfeldern, das facettenreich und interdisziplinär politik-, sozial-, kulturgeschichtlich, historisch und gegenwartsorientiert, mikrohistorisch und komparativ bearbeitet werden kann. Ziel der LV ist, dass sich die TeilnehmerInnen in die relevante Debatte einarbeiten, ein eigenes Thema definieren und dies selbständig bearbeiten.

Seminar: Differenz begreifen: Reisen und Kulturbegegnung

Leiterin: Kirsten Rüther (Institut für Afrikawissenschaften)

Auseinandersetzungen mit 'Neuem', 'Anderem' und 'Fremdem' findet häufig im Rahmen physischer Reisen und Kulturbegegnung statt, über die es Berichte, Journale und andere Formen der Aufzeichnung gibt. Im Zentrum dieser LV steht die Auseinandersetzung mit Reiseberichten aus verschiedenen Epochen und ausgewählten Regionen, denn sie 'erzählen' über Kulturkontakt und bieten Einblicke in Formen des Reisens und Berichtens. Solche Texte als Quelle zu nutzen, setzt sowohl ihre sozialhistorische Kontextualisierung wie eine Freude an Textanalyse voraus. Hierzu möchte die LV anregen.

Wintersemester 2015

DissertantInnenseminar: Housing, Wohnen, Interieur: Bauformen und Imaginationen kultureller Verortung

Leitung: Annegret Pelz (Institut für Germanistik), Kirsten Rüther (Institut für Afrikawissenschaften)

Die Begriffe Housing, Wohnen und Interieur prägen historisch und kulturell je unterschiedliche Vorstellungen von Innenräumlichkeiten aus: Das Housing meint einerseits das Arrangement von Gebäuden, Räumen und Flächen, innerhalb derer Arbeit verrichtet wird, privat oder in Gemeinschaft gelebt wird und die Bedürfnisse der Familie organisiert werden.

Im Kontext kolonialer Herrschaft werden über das Housing Machtungleichheiten dokumentiert, gelebt und gewohnt. Das moderne Wohnen andererseits ist der zentrale Begriff der europäischen Kultur- und Komfortgeschichte und das Interieur bezeichnet eine spezifisch raumästhetische Konstellation, die eine Poetik der Atmosphäre und der Dinge umfasst (Oesterle). Alle drei Begriffe bündeln zentrale Ausgangspunkte kulturtheoretischer und -historischer Überlegungen zur Frage der lebensweltlichen Orientierung im Raum. Sie schließen Möglichkeiten einer Weltbewältigung vom begrenzten Ort der Innenwelt (Kemp) auf, sie denken ein Ich eingebettet in eine Dialektik von Wohnen und Ungewöhnlichem, und sie erklären das Wohnen auch in Situationen von Migration und Exil zu etwas Primärem: Es ist die unverzichtbare Grundlage eines jeden Bewusstseins, ohne die ein Ich sich verlieren würde, denn die Einbettung in die Gewohnheit erst erlaubt, die Welt wahrzunehmen (Flusser).

Die Wohnung ist aber nicht nur der Ort, wo sich das bürgerliche Subjekt ein Gehäuse ausprägt, seine Spuren hinterlässt (Benjamin), sich in der Figur des Sammlers der Verdinglichung entgegenstellt und die Mechanismen der eigenen Entfremdung im Bild des inneren Orients (Sternberger) thematisiert. Die Wohnstube ist auch ein kolonisatorisches Modell für die Transformation von Ausland in Inland und für die Verwandlung der Fremde in die eigene Wohnstube (von Braun). Im kolonialen Kontext, der zudem oft durch christliche Missionierung gekennzeichnet war, wurden zudem westliche, christliche, zivilisatorische und moderne Vorstellungen über das Wohnen solchen Kulturen vorgelebt oder ihnen auch vorenthalten, die Wohnen und Interieur jeweils aus eigener Geschichte und eigener Kultur definierten.

Proseminar: Skandinavisch-deutsche Wechselbeziehungen: Akteure, Schauplätze, Netzwerke

Leiterin: Antje Wischmann (Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft)

Die skandinavisch-deutschsprachigen Wechselbeziehungen lassen sich in ganz unterschiedliche Erzählungen fassen, wobei sowohl Freundschafts- oder Verwandtschaftsbeziehungen als auch Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen die Rahmungen vorgeben. Im Zeitraum 1800 bis 1914 sind die Konstellationen von den jeweiligen Vorstellungen der nationalen Identitäten beherrscht; und schließlich wird - auf höchst ambivalente Weise - sogar eine gemeinsame Kulturgemeinschaft proklamiert. Diese ineinander verflochtene Geschichtsschreibung ist überraschend wichtig für die Grundlegung des Faches Nordische Philologie, das erst in den 1960er Jahren mit einem moderneren Fachteil Skandinavistik versehen wurde.
Unser Proseminar beginnt mit einem Streifzug durch die kulturhistorischen Wechselbeziehungen: Nationale Identitäten und Stereotype, das dänisch-deutsche Grenzland, Nordenschwärmerei und Tourismus, die enthusiastische Rezeption skandinavischer Literatur und bildender Kunst um 1900, die Verbreitung der Rassenbiologie, die skandinavischen Länder während des Nationalsozialismus bzw. der Besatzungszeit. Im Anschluss an diese Orientierungsphase sollen die Studierenden (in Zweiergruppen) je nach Hauptsprache selbstgewählte Schwerpunkte vertiefen und im Rahmen von Moderationen zur Diskussion stellen. Diese Fallstudien widmen sich historischen oder aktuellen Wechselbeziehungen, wie z.B. Selbst- und Fremdbildern in Reiseführern, der Rezeption skandinavischer Krimis und deren Marketing, der medialen Berichterstattung über Skandinavien oder der Verklärung des wohlfahrtsstaatlichen Modells.

Sommersemester 2015

Schwerpunktvorlesung: Mobilität, Grenzen, Transnationalisierung: Konzepte und Debatten

Leitung: Petra Dannecker (Institut für Internationale Entwicklung)

Im Mittelgrund dieser Vorlesung stehen unterschiedliche Konzeptualisierungen von Mobilität/Mobilitäten. Dabei wollen wir uns mit der Mobilität von Subjekten, Bildern, kulturellen Praktiken und Objekten beschäftigen aber auch den Aushandlungen und neuen Grenzziehungsprozessen, der Prokuktion und Reproduktion von Identitäten, neuen Institutionen und Organisationen, die diese Prozesse begleiten. Die Vorträge werden einen Überblick geben über die aktuell wichtigsten Ansätze, Debatten, Konzepte und Methoden der disziplinären aber auch der transdisziplinären Forschung zu Mobilität im weitesten Sinne. Aber auch anhand von empirischen Forschungen aus unterschiedlichen Disziplinen sollen im Rahmen diese Vorlesung Konzepte und Vorstellungen von Mobilität, Grenzen und Transnationalisierungsprozesse besprochen werden.

Konversatorium: Neuere deutsche Literatur: Zirkulationen und Beweglichkeit literarischer Formen

Leitung: Annegret Pelz (Institut für Germanistik)

Der Begriff der "Zirkulation" im Kontext von kleinen beweglichen Formen.

Im ersten Teil des Seminars werden Grundlagentexte zur Raumsemiotik gelesen, die einen Blick auf die Bewegung über Kulturgrenzen und auf kulturelle Dynamiken erlauben (Lotman). Literaturgeschichte wird als Verflechtungsgeschichte (Werberger) und neuere Überlegungen zur Theorie und Praxis der Transkulturalität werden als Kulturen in Bewegung (Kimmich) gelesen. Auch der Begriff der Formlosigkeit und der Asymmetrie (Rosenkranz) sind Gegenstand der Seminararbeit.

Die Textlektüren im zweiten Teil des Seminars gelten der Auseinandersetzung mit kleinen beweglichen Formen und ihrer Dynamisierung (Avanessian, Huyssen). Die Lektüre der Kurzprosa bei Canetti, Handke, Schnurre, Tieck und Raabe wird begleitet von der Frage nach unveränderlich mobilen Elementen und dem Begriff der Hypertextualität bei Genette.

Bachelorseminar: Mobilitäten und translokale Räume in Afrika

Leitung: Birgit Englert (Institut für Afrikawissenschaften)

In diesem Kurs werden wir uns mit verschiedenen Formen von Mobilitäten (insbesondere von Menschen und Medienprodukten) und den damit in Zusammenhang stehenden Prozessen von Translokalisierung auseinandersetzen. Fragen nach der Herausbildung von translokalen Netzwerken und Diaspora-Gemeinschaften innerhalb und außerhalb von Afrika sowie die damit einhergehenden Fragen rund um Identitätskonstruktionen werden im Mittelpunkt der Diskussionen stehen. Der Schwerpunkt liegt auf postkolonialen Gesellschaften.

Weiters werden methodische Ansätzen zur Erarbeitung von solchen sozial- bzw. kulturwissenschaftlichen Fragestellungen diskutiert werden.
Besonderheit: Gemeinsam mit dem von Kirsten Rüther angebotenen Seminar zu Zirkulation von Menschen, Waren, Ideen und Objekten in Afrika, bereitet diese Lehrveranstaltung den Schnittpunkt Afrika Tag 2015; vor. Dieses BASE hat deshalb Projektcharakter und erfordert hohen Arbeitseinsatz der Teilnehmenden, bietet dafür aber die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen.

Seminar: Die Zirkulation von Menschen, Waren, Ideen und Objekten in Afrika

Leitung: Kirsten Rüther (Institut für Afrikawissenschaften)

Längst hat sich die Vorstellung aufgelöst, dass Menschen in räumlichen Containern leben und handeln würden (z.B. Staat, Stadt, Nation), oder dass Ideen fest mir Orten verbunden oder an ihnen besonders gut nachvollziehbar wären. Und obwohl das 19. Jahrhundert nach wie vor als dasjenige enormer Mobilität, Zirkulationen und Bewegungen gilt, sind auch nachfolgende Perioden von diesen Phänomenen gekennzeichnet. Das Seminar beschäftigt sich sowohl konzeptionell-analytisch wie in ausgewählten Fallstudien mit diesem Phänomen.

Besonderes: Gemeinsam mit dem von Birgit Englert angebotenen Bachelor-Seminar ‚Mobilitäten und translokale Räume in Afrika‘ bereitet diese Lehrveranstaltung den ‚Schnittpunkt 2015‘ vor. Das Seminar hat deshalb Projektcharakter und erfordert hohen Arbeitseinsatz der Teilnehmenden bietet dafür aber die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen.

Vorlesung + Übung: Nachrichten und Neuigkeiten verbreiten in Südafrika

Leiterin: Kirsten Rüther (Institut für Afrikawissenschaften)

Missionszeitschriften, Widerstandsmedien, international renommierte Zeitungen, Zeitungen in englischer Sprache, in Afrikaans oder einer der heute neun offiziell anerkannten afrikanischen Sprachen, Radio, Unterhaltungsblätter und vieles mehr sie machen das breite mediale Spektrum aus, mit dessen Hilfe Nachrichten und Neuigkeiten in Südafrika verbreitet wurden. Die Vorlesung stellt diese Medien vor und fragt nach deren politischer, kultureller und bildungstechnischer Rolle in wichtigen Phasen der südafrikanischen Geschichte.

Proseminar: Neuere Deutsche Literatur: Literatur und Schoah

Leiterin: Marianne Windsperger (Institut für Germanistik)

FOKUS WIEN 1938
Fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Shoah als medialisiertes Ereignis mit unterschiedlichen Labels versehen im kulturellen Gedächtnis abgespeichert. Die bildhafte mediale Präsenz hat zur Folge, dass individuelle Erfahrungen, historische Kontexte und räumliche Spezifizierungen verloren gehen. Im Sommersemester stehen in der Lehrveranstaltung Texte im Mittelpunkt, die die Ereignisse in Wien in den Jahren 1938 bis 1945 thematisieren. Neben kanonisierten Texten der Schoah-Literatur sollen auch unbekanntere Texte (z.B. das Jugendbuch "Emil und Karl" von Yankev Glatshteyn aus dem Jahr 1940) in die Lehrveranstaltung miteinbezogen werden.
THEMATISCHE SCHWERPUNKTE:

  •  Wien 1938: Vorgeschichte und Ausgangspunkt
  •  Wien von außen: in welchem Kontext wird über die Ereignisse im Jahr 1938 in Wien geschrieben
  •  Die Kindertransporte aus Wien nach Großbritannien in Erinnerungstexten und literarischen Darstellungen

Wintersemester 2014

DissertantInnenseminar: Kulturen und Literaturen in Bewegung. Neue Forschungsansätze zum sog. Mobility Turn

Leitung: Annegret Pelz, Franz Eybl, Wolfgang Fuhrmann, Marianne Windsperger (alle Institut für Germanistik)

Das interdisziplinäre Seminar für DissertantInnen wird von Mitgliedern der transfakultären Forschungsplattform "Mobile Kulturen und Gesellschaften" angeboten. Es werden Grundlagen, Voraussetzungen (Portable Media) und Effekte (kleine mobile Formen) des sogenannten Mobility Turn bzw. der der Mobility Studies erarbeitet und aus transdisziplinärer Perspektive (Germanistik, Musikwissenschaft, Vergleichende Literaturwissenschaft) vorgestellt. Doktorandinnen und Doktoranden der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät können eigene Forschungsarbeiten im Kontext der gegenwärtigen Debatten positionieren und zur Diskussion stellen.

Sommersemester 2014

Vorlesung + Übung: Inseln des Dritten Kinos. Algeriens unsichtbare Bilder

Leitung: Elisabeth Büttner, Viktoria Metschl (beide Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft)

Drittes Kino pocht auf ein Denken von Filmbildern als einerseits konkreten andererseits politischen Interventionen in tradierte Muster der Sichtbarkeit. Frantz Fanon (Kämpfer der algerischen Revolution, Theoretiker der Entkolonialisierung, Psychiater) beschreibt die koloniale Ordnung als eine 'Welt ohne Zwischenräume'. Wie verhalten sich die Formen des Films, die das Dritte Kino hervorbringt, nun in dieser Welt, die Diversität auszuschließen trachtet? Wie ziehen die Bilder des Films Lücken ein, welche Räume öffnen sie für bisher Unsichtbares und Unvernommenes?
Algerien weist eine lange Geschichte als Umschlagplatz des Dritten Kinos auf, das sich stets als internationale Bewegung verstand. In Algier fand im Jahr 1973 das "Third World Filmmakers Meeting" statt, ein "Pamphlet" für das Dritte Kino wurde verfasst, 1975 folgte die "Algiers Charter of African Cinema". Heute erinnert in diesem Land nach den Jahren des Bürgerkriegs kaum etwas an dessen einstige Bedeutung und internationale Eingebundenheit.

Die Lücken, die einst die koloniale Ordnung aufbrechen sollten, zeitigen sich heute vor allem als Lücke im Archiv der Filmbilder selbst. Algerische Beiträge zum Dritten Kino liegen als Torsi - verstreut und oft unbeachtet - in Filmarchiven quer durch Europa. Die Lehrveranstaltung wird sich auf Spuren dieser Filme begeben, das Dritte Kino als Bildtheorie des Politischen befragen, die Brisanz von Archiven diskutieren und filmische Grenzgänge zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem erörtern.

Vorlesung: Phänomene der Mobilität

Leiterin: Antje Wischmann (Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft)

Mobilität bedeutet nichts anderes als Beweglichkeit, entfaltet allerdings, je nach fachlichem Kontext, ein erstaunliches Spektrum sowohl konzeptueller als auch bildlicher Bedeutungen und Funktionen. In dieser Vorlesung soll daher zunächst eine Bestimmung unterschiedlicher Mobilitätskonzepte mit Hilfe der allgemeinen Kategorien Raum und Zeit erfolgen, um anschließend exemplarische Phänomene tiefergehend zu analysieren. Dabei stehen zum einen Figuren und Akteure im Zentrum, die selbst mobil sind oder Artefakte, Texte und Medienerzeugnisse in Bewegung versetzen. Zum anderen werden Narrative und Figurationen von Mobilitätshandlungen untersucht, wobei Reisen und Tourismus, soziale Mobilität sowie Migration besondere Aufmerksamkeit erhalten. Die ausgewählten Beispiele stammen vorrangig aus der skandinavischen Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Bachelorseminar: Literatur in Bewegung

Leiterin: Antje Wischmann (Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft)

Dieses Seminar widmet sich literarischen Texten, die Bewegung thematisieren und selbst nachvollziehen. Besonders eingängig ist dieses literarische Vermögen, wenn die Überwindung von Distanz dargestellt wird: Sowohl Distanzüberwindungen geographischer Art als auch Überschreitungen sozialer, sprachlicher oder kultureller Grenzen stellen die Basis für lehrreiche Fallstudien dar. Sie bilden das Zentrum unserer Diskussionen.

Indem dargestellte Grenzen auf narratologischer Ebene elementare Funktionen übernehmen, gestalten sie in maßgeblicher Weise auch das Zeitregime eines Textes. Zeit lässt sich nur indirekt erfahren, konkretisiert sich infolge einer zeichenbewussten Lektüre. Dies erklärt, warum Literatur zu einem Epochensensorium und Erkenntnisinstrument für zeitliche Prozesse geworden ist.Die theoretisch-methodische Basis wird im Plenum erarbeitet, während studentische Moderationsgruppen für die jeweiligen Auswertungen der Primärmaterialien verantwortlich sind.

Schwerpunktvorlesung: Mobilität, Grenzen, Transnationalisierung: Konzepte und Debatten

Leiterinnen: Petra Dannecker (Institut für Internationale Entwicklung), Stefanie Kron

Die Vorträge der Vorlesung geben anhand empirischer Beispiele aus verschiedenen Weltregionen einen Überblick über die aktuell wichtigsten Ansätze, Debatten, Konzepte und Methoden der transdisziplinären Forschung zu Mobilität/Migration, Grenzen und Transnationalisierungsprozessen

Wintersemester 2013

Wintersemester 2013

Ringvorlesung: Räume, Texte und Subjekte in Bewegung. Perspektiven auf den transnationalen Raum

Donnerstag 15:00-16:30h ab 11. Oktober 2012

Hörsaal 7 (Aufgang Stiege 7), Hauptgebäude der Universität Wien

An drei Terminen sind Gäste von auswärts eingeladen:
18.10.2012 Ludger Pries (Bochum)
15.11.2012 Ottmar Ette (Potsdam)
10.1.2013 Ruth Mayer (Hannover)

Veranstalterinnen: Elisabeth Büttner (Theater-, Film- und Medienwissenschaft), Petra Dannecker (Internationale Entwicklung), Birgit Englert (Afrikawissenschaften), Annegret Pelz (Germanistik)

Mitwirkung: Sandra Vlasta (Vergleichende Literaturwissenschaft/Akademie der Wissenschaften)