Mag. Barbara Gföllner

Barbara Gföllner ist seit 1.10.2019 Projektmitarbeiterin (prae-doc) im Doktoratsprogramm "Cultural Mobility Studies" (FWF) der Forschungsplattform Mobile Kulturen.

Dissertationsthema:

“Thinking with the Archipelago”: Diasporic Im/Mobilities in Anglophone and Francophone Caribbean Poetry

Forschungsschwerpunkte

  • Karibische Lyrik
  • Afroamerikanische Literatur
  • Gender Theorien
  • Postkoloniale und dekoloniale Theorien
  • Archipelagic Studies
  • Frankophone Literatur

Curriculum vitae

Studium der Amerikanistik/Anglistik und Romanistik an der Universität Wien, Diplomarbeit: "The Hate They Give": Black Lives Matter in Contemporary Young Adult Literature (2018). Auslandssemester an der Université des Antilles, Frankreich/Martinique. 

Projektskizze

In meiner Dissertation untersuche ich zeitgenössische anglophone und frankophone karibische Lyrik aus einer archipelagischen Perspektive. Indem ich grundlegende Konzepte karibischer Theoretiker*innen heranziehe (wie zum Beispiel Glissants „Poetik der Relation” und „archipelagisches Denken”, Brathwaites „tidalectics”), analysiere ich die ausgewählten lyrischen Texte nicht mit einem kontinentalen Blickwinkel, welcher Inseln als fest verankert und unbeweglich konstruiert, sondern aus der Sichtweise des Archipels, aus der heraus deren Verbindungen und Mobilität hervorgehoben werden. Durch meinen mehrsprachigen Fokus auf anglophone und frankophone karibische Literatur wird die Vernetzung des archipelagischen Raumes verstärkt betont. Karibische Literatur ist in meinem Projekt nicht nur im karibischen Archipel selbst verankert, sondern beinhaltet auch diasporische Autor*innen, die in Nordamerika oder Frankreich leben. Dadurch wird nordamerikanische und frankophone Literatur und Kultur als grundsätzlich archipelagisch, ohne fixes kontinentales Zentrum rekonzeptualisiert. Mein Projekt wird unter anderem von folgenden zentralen Fragen geleitet: Wie konstituiert sich eine Poetik der Im/Mobilität im Schreiben der Autor*innen? Wie werden Erfahrungen der Im/Mobilität (beeinflusst von Geschlecht, Sexualität, Religion, „Race” und Klasse) artikuliert? Welche Tropen der Im/Mobilität verwenden die (diasporischen) Lyriker*innen um ein Gefühl der Zugehörigkeit zu entwickeln? Inwiefern bringt deren Lyrik ein Bild des karibischen Archipels hervor, das restriktiven, einengenden Narrativen der Insel entgegenwirkt?