Jana Donat, BA MA

Jana Donat ist seit 1.11.2019 Projektmitarbeiterin (prae-doc) im Doktoratsprogramm "Cultural Mobility Studies" (FWF) der Forschungsplattform Mobile Kulturen.  

Dissertationsthema:

Environmental Displacement and Planned Relocation: Im/mobile Aspirations and Trajectories within the Context of the National Relocation Program from the Uruguayan Government

Forschungsschwerpunkte

  • Entwicklungssoziologie und -politik
  • Umwelt-/Klimakrise und menschliche Im/Mobilität
  • Postkolonialismus und Repräsentation
  • Ethische Betrachtungen der (medialen) Repräsentation des globalen Südens

Curriculum vitae

Transdisziplinärer Master der Internationaler Entwicklung an der Universität Wien. Bachelorstudium der Angewandten Sprachwissenschaften auf Politikwissenschaft und Journalistik an der Technischen Universität Dortmund, mit Auslandsaufenthalt an der Universidad de Cádiz.

Projektskizze

Das Dissertationsprojekt entstand mit dem übergeordneten Ziel, zu einer ausgeglicheneren Forschungsgeographie über den Nexus Umweltwandel-menschliche Im/Mobilität (vgl. Piguet et al. 2018) wissenschaftlich beizutragen. Daher werden umweltbedingte Vertreibung und geplante Umsiedlungen innerhalb eines unterrepräsentierten Forschungsfeldes thematisiert. Obwohl Uruguay das erste und einzige Land der Welt ist, welches das Konzept der menschlichen Im/Mobilität mit den Herausforderungen des Umwelt- und Klimawandels in ihren Policy Papers – insbesondere innerhalb der Nationally Determined Contributions (NDC) als Antwort auf das Pariser Klimaabkommens – zusammendenkt, ist bislang keine Studie über die Umsiedlungsprozesse der uruguayischen Regierung seit 2010 bekannt.

Um dieser Forschungslücke gerecht zu werden, sollen bisherige Studien zu umweltbedingter Vertreibung und geplanten Umsiedlungen aus einer Entwicklungsperspektive überdacht und kritisch reflektiert werden. Durch den Einbezug einer „im/mobility lens“ können postkoloniale Realitäten durch die konzeptuellen Bereicherungen des Regimes of Mobility (Glick Schiller/Salazar 2013) und motility (Kaufmann 2004) in dem Zusammenhang neu theorisiert werden. Wie und in welchen Dimensionen werden im/mobile Reaktionen auf Umweltveränderungen artikuliert und verhandelt? Wie werden im/mobile Aspirationen in betroffenen Orten entwickelt, sozial organisiert und konstruiert? Um die Komplexitäten und Konsequenzen des Umweltwandels auf die Lebensgrundlage und die individuelle Handlungsmacht besser verstehen zu können, konzentriert sich die Forschung auf im/mobile Aspirationen – und nicht nur auf ihre tatsächlichen Verläufe, um neue Aspekte des Phänomens zu entdecken. Zwangsläufig werden sich aus dieser Forschungsperspektive heraus neue methodologische, konzeptuelle und ethische Herausforderungen hinsichtlich zeit-räumlicher Dimensionen herausbilden, mit denen ich mich befassen werde.