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Global African Diaspora Studies (GADS) Fortnightly Seminar Series

Diasporic Popular Culture Practices in Marseille and Lisbon: Focus on Twarab and Batuku

with Katharina Fritsch, Hanna Stepanik, Andres Carvajal, Birgit Englert (University of Vienna)

23 May 2016, 5pm to 7pm
Location: Kleiner Saal, Afro-Asiatisches Institut in Wien, Türkenstraße 3, 1090 Wien (1st floor)

We will present work-in-progress from an ongoing project on popular cultural practices in diasporic contexts. Diaspora is often used as homogenising term, which ascribes people to one group on the basis of an assumed “shared origin”. Therefore, differences in terms of class positions or gendered experiences - to give just two examples - are often overlooked. This is why we take an intersectional perspective in this project by focusing on specific popular cultural practices, which contribute to the construction of diasporic identities. The aim is to analyse if and why certain group constructions gain relevance in specific contexts and what this says about broader societal structures in which they are embedded.

After a short introduction of the project by Birgit Englert, the presentation will focus on the popular music/dance genres Twarab and Batuku which are in the focus of research by Katharina Fritsch and Hanna Stepanik, respectively.
The presence of Twarab in Marseille, a popular music genre in Eastern Africa and on the Comoros, has been strongly related to histories of migration from the Comoros to Marseille. Since the mid-90s, this music genre has becomes dominant within events organized in the realm of Franco-Comorian associations. Batuku – presumably the oldest musical style on the Cape Verde islands – only became relevant in the Lisbon Metropolitan Area in the 60s / 70s and is now practiced in a number of contexts.

Further, filmmaker Andres Carvajal will present short sequences (about
15 min) of a research film that he realised as part of the project together with artist Mounir Hamada Hamza, in cooperation with Katharina Fritsch. The film deals with the social situation of artists working in the milieu of Twarab in Marseille and is currently in the post-production phase.

We look forward to discussing the work-in-progress – written as well as visual – with you!


ie.talks - Alev Cakir, 25. Mai 2016

Migrantische Unternehmerinnen in Wien: Mobilität als Ressource und Identitätsmarker

Vortrag von Alev Cakir

Mittwoch, 25. Mai 2016, 16.15‐17.45 Uhr
Seminarraum IE, Institut für Afrikawissenschaften
Spitalgasse 2, Hof 5, 1090 Wien

Moderation & Discussant: Petra Dannecker

Der Vortrag gibt Einblicke darüber wie migrantische Unternehmerinnen in Wien Mobilität erfahren und rationalisieren. Ferner geht es darum wie Mobilität ihre ökonomischen Aktivitäten, sozialen Interaktionen und Subjektivierungen beeinflussen. Die Frage wie verschiedene Dimensionen von Mobilität verhandelt, insbesondere wie räumliche und soziale Mobilität verknüpft, werden, wird basierend auf den durchgeführten qualitativen Interviews mit migrantischen Unternehmerinnen behandelt. Dabei wird ersichtlich, dass nicht – wie oft angenommen – ‚Ethnizität‘ zur Konstruktion von Differenzen herangezogen wird, sondern Mobilität, um sich einerseits von den ‚immobilen anderen‘ abzugrenzen, andererseits aber auch als Qualifikation definiert wird und als Vorrausetzung für soziale Mobilität.


Elisabeth Büttner (1961 - 2016)

Die Forschungsplattform trauert um ihre Sprecherin und Kollegin Elisabeth Büttner, die am 28. Februar 2016 gestorben ist. Sie war die maßgebliche Antragstellerin der im Jahr 2014 erfolgreich bewilligten Forschungsplattform.

Als Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin leitete Elisabeth Büttner das Teilprojekt "Delokalisation, Figuration, Archiv. Algerische Beiträge zu einem minoritären Kino und zum Versprechen gesellschaftlicher Solidarität" mit ihrer Doktorandin Viktoria Metschl. Im Wintersemester 2012 war sie Mitorganisatorin der Ringvorlesung "Räume, Texte und Subjekte in Bewegung: Perspektiven auf den Transnationalen Raum". Am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft veranstaltete sie im Sommersemester 2014 die Vorlesung "Inseln des Dritten Kinos. Algeriens unsichtbare Bilder".

Wir verlieren eine engagierte und liebenswürdige Forscherin, die uns auch während ihrer Krankheit unverzichtbar produktiv begleitet hat.

Parte

Nachruf des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft

Nachruf im Standard

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In Andenken an Elisabeth Büttner, deren Tod eine schmerzhafte Lücke in das Dasein reißt.

In Dankbarkeit für ihre Freude am rastlosen Denken, ihren ungekannten Mut zur Verunsicherung, ihre filigrane Poesie der Vielschichtigkeit.

In Dankbarkeit für ihre Gemeinschaft und ihren Halt, wenn wir den verwischten Fluchtlinien in die entlegenen Winkel der Bilder, Texte und Archive folgten und „die Dinge auf den Kopf stellten“.

In Gedanken und aufrichtiger Anteilnahme mit allen Angehörigen, Familie und Freund_innen.

Viktoria

Forschungsplattform
Mobile Cultures & Societies
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