Policy Mobilitäten und Immobilitäten als feministische Angelegenheit. Der Fall der Finanzbildungspolitik

Dovaine Buschmann, BA MA
Betreuer_in: Univ.-Prof. Dr.in Birgit Sauer

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„Policy Mobilität” ist ein aufstrebendes interdisziplinäres Teilgebiet der Mobilitätsstudien sowie der kritischen Politikanalyse. Der Mobilitätsansatz in der Policy Forschung deutet darauf hin, dass die Entwicklung einer Policy ein chaotischer, teilweise zufälliger Prozess ist, bei dem die Politik nicht einfach zwischen den Gerichtsbarkeiten wechselt, sondern sich durch ihre eigene geografische, institutionelle und konzeptionelle Bewegung verändert und weiterentwickelt (Peck & Theodore 2010). Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Policy Mobilität der Finanzbildungspolitik (Financial Literacy Education, FLE) aus einer geschlechtersensiblen Perspektive zu untersuchen. Obwohl diese Politik ursprünglich als Maß für die Finanzmarktregulierung entwickelt wurde, behaupten die politischen Entscheidungsträger_innen, dass FLE ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Geschlechterungerechtigkeit ist. In meinem Projekt wird untersucht, wie und warum der Schwerpunkt auf das Thema der Ungleichheit der Geschlechter in der FLE-Policy entwickelt wurde, und was diese konzeptionelle Policy Mobilität über asymmetrische Geschlechterverhältnisse aussagen kann.